Ein Fall aus dem wahren Leben: ein Patient mit einem blutenden Ulcus duodeni spricht nur eine osteuropäische Sprache, deren ich nicht mächtig bin. Er möchte gerne wissen, was ihm fehlt und warum er jetzt nur noch Suppe bekommt.
Ein App auf dem iPhone kann da eine große Hilfe sein: “Google Übersetzer“, kostenlos, übersetzt in mehr als 60 Sprachen und zurück, kann manche Sprachübersetzungen sogar selbst vorlesen, kann akustische Eingaben automatisch einer Sprache zuordnen und dann in die gewünschte Sprache übersetzen, zeigt das Ergebnis in großen Buchstaben an, so dass der Empfänger sie auch lesen kann etc. Klasse Sache meinde ich und werde es jetzt öfters ausprobieren auf der Arbeit. Das Programm gibt es auch für Android-Smarthpones. Die Kollegen beim British Medial Journal finden es auch gut: BMJ 2011;343:bmj.d7217. Aber cave: mein Praxistest “morgen müssen wir einen Herzkathether durchführen” auf Türkisch wurde wohl solchermassen übersetzt: “morgen müssen wir ein neues Herz einbauen”.
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Sehr hilfreich & elegante Hilfe leistet das kostenfreie Programm “KM Helper” vom Radiologischen Institut Erlangen, das Schritt für Schritt Risikofaktoren für Kontrastmittel-induzierte Nieren- und Schilddrüsentoxizität abfragt und Präventions-Vorschläge unterbreitet.
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Eine weitere Software zu Labormedizin ist erschienen, “Labmed” von einem Labor in Dortmund. Sehr umfangreich, sehr hilfreich und informativ. Kostenfrei für iPhone/iPad/iPod Touch. Mit Merkliste, Verlauf und regelmäßigen Updates ein schönes, schnell verfügbares Labor-Nachschlagewerk zu Normwerten, Indikationen und Analyseproblemen etc. Link für Android hier.
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Zuguterletzt noch eine Link zu einem empfehlenswerten, aktuellen Artikel aus dem Magazin “PRAXiS – Computer & Management” aus dem Verlag des Deutschen Ärzteblattes zum Thema “Smartphones und Tablet-PCs im Gesundheitswesen – Strategien für mobile Anwendungen“.
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Das war es für heute. Wer etwas Gutes beizutragen hat an Medizinischer Software für Smartphones, rationalen Einsatz von Smartphones in der klinischen Praxis oder sonst wie hier beitragen möchte, ist herzlich eingeladen.
Gruss aus Würzburg,
Wolfgang
Ich stolperte gerade über eine Abhandlung zum Thema “Novel Uses of the iPhone in Ophthalmology“, welche Augenärzte mit Smartphone interessieren wird.
Junge amerikanische Residents in Augenheilkunde schildern hier, wie sie mit einem iPhone in der Tasche in der täglichen Praxis umgehen, “.. there is applicability in virtually every part of the ophthalmologic examination.” Man denke an Ishihara-Farbtafeln und vieles mehr. In ähnlicher Form haben sie ihre Gedanken in der Zeitschrift “Ophthalmology” im Juni 2010 veröffentlicht.
Die Autoren stecken auch hinter der Seite EyeHandbook.com, wo man eine iPhone-Software gratis herunterladen kann, welche allerhand Nützliches bietet – wenn man von der vielen Werbung mal absieht – have a look for yourself, it´s all in English.
Am MIT in Boston haben schlaue Leute eine Software entwickelt, mit der man per iPhone und einem Aufsatz an sich selbst eine Katarakt diagnostizieren kann. Das iPhone wird zum “eye phone”.
Seid Ihr Augenarzt und habt Erfahrungen mit Smartphones in der Klinik gemacht? Ich freue mich über Kommentare!
1. Deutsches Ärzteblatt mobil & Stellensuche mobil
Das Deutsche Ärzteblatt gibt es nun auch in einer kostenfreien mobilen Version für das iPhone und andere iOS-Geräte, komplett mit Zugriff auf das gedruckte Ärzteblatt, aber auch mit einer Suche im Stellenmarkt, wie man sie auch auf der Website durchführen kann; zudem die News & Blogs, wie man sie von der Online-Ausgabe kennt. Mir gefällt gut, dass man z.B. Print-Artikel als Lesezeichen abspeichern kann.
Apropos mobile Stellensuche: Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC e.V.) hat sein “App.in.den.Op” herausgegeben, zusammen mit dem Deutschen Ärzteblatt. Hier können also Chirurgen gezielt nach Stellenangeboten suchen, diverse Filter einbauen (z.B. nur Bayern, nur Gefäßchirurgie, nur Oberarzt-Stellen etc.), direkt Postleitzahl eingeben usw.
Auswanderwillig mit Ziel Großbritannien? Dann holt Euch das Job-App von “BMJ Careers”.
2. Labor-Software für iPhone & iOS
Kollege Dr. Steve Müller möchte uns seine Software “Laborwerte Basic” empfehlen, welche für 2,99 € zum Download bereitsteht; er schreibt dazu: “Laborwerte Basic von Dr. Müller gibt sowohl Medizinern als auch Nichtmedizinern einen allgemein verständlichen, schnell navigierbaren und übersichtlich aufgebauten Überblick über die wichtigsten Routinelaborparameter und mögliche Ursachen über deren Erhöhung und Senkung. Die Laborwerte sind alphabetisch angeordnet und durch die Menüführung rasch auffindbar. Die Normwerte werden sowohl in den alten Einheiten als auch SI-Einheiten angegeben. ..” Der Kollege schreibt, dass bald auch eine Android-Version erscheinen soll.
Alternativ kommt vielleicht die auch sehr ausführliche App “Labormedizin i-pocket” vom Börm Bruckmeier Verlag in Frage, welche durch “freundliche Unterstützung von Roche Diagnostics” kostenfrei zur Verfügung steht.
Zuguterletzt eine interessante Link: “Mobile Medizin” von Dell – so sieht der amerikanische Computer-Konzern seine Rolle im Gesundheitswesen & Anwendungen, die die Medizin bereichern könnten.
Mehr gibt´s heute nicht, auf Feedback bin ich nachwievor angewiesen, auch Gastbeiträge, z.B. zum Thema “Android & Medizin” sind höchstwillkommen, da habe ich keinerlei Kenntnisse.
Guten Sommer wünscht Wolfgang Offenberger
- Auskultation des Herzens - Littmann-App für iOS
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