Aug 302012
 

# nach langem Schweigen meinerseits mal wieder ein paar Zeilen aus dem beschaulichen Sommer, um meinen Blog nicht verkümmern zu lassen:

+ Beim Aufräumen stieß ich soeben auf einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 6. April 2012, Tablet-PC im Krankenhaus: Hygienische Aspekte beachten, der ein wichtiges Thema beschreibt: wie kann der Nutzer sein mobiles Endgerät hygienisch im Krankenhaus-Kontext nutzen, nicht zuletzt um nosokomialen Infektionen und ggf. juristischen Problemen vorzubeugen. Auch ein App für das iPad wurde hierfür von den Autoren aus der Medizinischen Hochschule Hannover entworfen, das kostenfrei ist und dem Nutzer bei der korrekten Reinigung hilft. Nur schade, dass es nicht für iPhone und andere mobile Geräte erhältlich ist.

+ Die gleichen Autoren beschreiben im Dt. Ärzteblatt vom 6. August 2012 [Mobile Anwendungen: Dienstliche Nutzung privater Geräte] rechtliche und IT-technische Aspekte bzgl. der Nutzung mobiler Endgeräte, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wichtig sind.

+ Ich hatte schon mal kurz von EverNote berichtet, einer Software, welche ich auf dem iPhone, PC und im WWW nutze und meine Memos synchronisiere. Es ist mittlerweile meine zentrales Archiv für medizinische Aspekte (Graphiken, PDF (z.B. CME-Artikel im Dt. Ärzteblatt), Word-Dokumente, ab-photographierte Bilder aus Fortbildungsartikeln …) und private Daten (Dienstplan, Programm von Veranstaltungen/Fortbildungen, Buchungsbestätigungen etc.). So habe ich das Wissen stets in Reichweite, ohne einen PC mitschleppen zu müssen oder die Kitteltasche mit einer unleserlichen Zettelsammlung zuzumüllen.

Im EverNote-Blog wurde kürzlich ein sehr lesenswerter Beitrag eines amerikanischen Arztes veröffentlicht, wo er beschreibt, wie ihm EverNote im klinischen und privaten Alltag hilft. Auch iMedicalApps.com hat eine ausführliche und bereichernde Beschreibung mit Tipps zu EverNote im Angebot.

Auch können Nutzer ihre “Notebooks” mit anderen EverNote-Nutzern teilen (“shared notebooks”), was zum Beispiel in Forschungsgruppen oder für Lerngemeinschaften interessant sein könnte. Hier ein paar Tipps zu diesem Thema aus dem EverNote-Blog.

Nein, ich werde nicht von EverNote gesponsert, ich bin einfach nur sehr überzeugt von der Software und profitiere täglich von ihr. Eine App, die für verschiedenste mobile Betriebssysteme erhältlich ist, also nicht nur iOS und Android, sondern auch Blackberry, Windows Phone 7 und sogar der Palm-Nachfolger webOS; an stationären Betriebssystemen werden Windows und Mac unterstützt sowie die gängigen Browser.

+ Für Nephrologen mit Affinität zu mobilen Geräten könnte die App der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) mit dem News-Kanal interessant sein. Gratis, für iOS-Geräte. Benötigt Doc-Check-Login. Ebenso ist iNephro Medikamentenplan ein gratis Programm für iOS, womit Patienten an die pünktliche Einnahme ihrer Medikation erinnert werden können.

# soviel für heute, schöne Sommerferien noch. wie immer freue ich mich über Tipps zu anderen Applikationen, insbesondere über das stetig anwachsende Arsenal an Android-Anwendungen; als iPhone-Nutzer kenne ich mich in diesem Bereich leider nicht aus.

< Wolfgang Offenberger >

 

1) Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat kürzlich eine App veröffentlicht “Interaktive Leitlinien für die Innere Medizin“, in Kooperation mit dem Springer-Verlag. Das ist eine sehr gute App, leider gibt es aktuell nur die Leitlinie “Venenthrombose”; ich hoffe, dass bald deutlich mehr Leitlinien verfügbar sein werden, um mit der App im klinischen Alltag einen Zusatznutzen zu haben. Die App ist verfügbar für Android-Systeme, iPhone und für das iPad. Mehr hier in einer ausführlichen PDF-Datei. Lt. Pressemeldung kann man “weitere Leitlinien .. künftig einzeln hinzubuchen”.

2) Ähnlich: vom Börm-Bruckmeier-Verlag gibt es eine App “DGK Pocket-Leitlinien” (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie). auch gratis. und wieder das Problem: erst eine Leitlinie (Diagnostik und Therapie der Dyslipidämien), wenn deutlich mehr folgen, möglicherweise ganz praktisch.

3) iLiver, eine kostenlose, englischsprachige App für iOS herausgegeben von der “European Association for the Study of the Liver (EASL)” gefällt mir sehr gut. Für eine große Reihe hepatologischer Erkrankungen kann man hier von Klinik, Diagnose, Differentialdiagnose, Scoring-Systemen, Therapie, Algorithmen etc. eine Vielzahl an hilfreichen Informationen abfragen.  Nicht jeder von uns ist ja Hepatologe, oder?

4) Hilfe im Labor-Dschungel: Arup Consult ist eine kostenlose, englischsprachige App für iOS, mit deren Hilfe man Laborwerte in ihrer Indikation, differentialdiagnostisch hilfreiche Tests etc. finden kann; extrem ausführlich, und hat mir schon häufiger in der Klinik geholfen, insbesondere die zahlreichen Algorithmen. Die App wird zur Verfügung gestellt von einer Tochtergesellschaft der University of Utah.

5) LactMed: Sie sehen eine stillende Mutter und wissen nicht ob Sie ihr das Medikament geben dürfen oder wenn ja, in welcher Dosis? -> LactMed von der National Library of Medicine schafft hier großartige Abhilfe; ich habe es schon oft genutzt, auch als Notarzt sehr praktisch. Evidenz-basiert.

Zitat: “.. a database of drugs and dietary supplements that may affect breastfeeding. It includes information on the levels of such substances in breast milk and infant blood, and possible adverse effects in the nursing infant. Suggested therapeutic alternatives to those drugs are provided, where appropriate ..”

6) AsthmaApp: dieses iOS-App wird gratis von GlaxoSmithKline angeboten. Warum ich sie mir als Nicht-Asthmatiker installiert habe: wegen der Pollen- und Luftwerte für meine Standort, z.B. Ozon-Belastung (heute Rennrad fahren oder lieber nicht ..?). Asthmatiker finden das Tagebuch vielleicht praktisch oder den “Asthma-Kontrolltest” etc.  Kann man ja auch seinen Smartphone-affinen Patienten empfehlen.

7) zum Abschluß: immer mehr große Medizin-Fachzeitschriften bieten eine App für das iPad an, hier bei iMedialApps findet sich eine gute Auflistung darüber.

Wie immer: Tipps & Kritik erwünscht. Meine Tips kann ich nur für Apple´s iOS geben, da ich nach wie vor kein Android nutze; wer hier Ideen hat & meine Seite ergänzen möchte, ist herzlich eingeladen.

Übrigens: wie finde ich all diese Apps? -> ich gehe immer wieder in den Apple App-Store und suche in der Kategorie “Medizin” unter “Datum” und schaue mir dann die Apps durch; wenn eine App vielversprechend erscheint, dann lade ich sie mir aufs iPhone und manche schaffen es dann auch diese Website hier.

Schönen Sommer! < W. >

 

Zunächst möchte ich heute eine sehr aufwendig und gründlich erstellte App für iPhone/iPod Touch vorstellen: den Anamneseguide. Die Entwickler haben ein App konzipiert, welches sich meines Erachtens vor allem für Medizin-Studenten und Ärzte (v.a. Innere Medizin und Chirurgie) in den ersten Weiterbildungsjahren richtet, das mit Hilfe der Anamnese und körperlichen Untersuchung sowie Laborwerten eine Verdachtsdiagnose generiert; oder ausgehend von einer eigens gestellten Verdachtsdiagnose kann man diese kritisch überprüfen; zudem findet sich zu den gefunden Krankheitsbildern eine kurze Zusammenfassung. Dies ist sicherlich eine sehr hilfreiche App in der aufsteigenden Lernkurve in den Ausbildungsjahren. Das Einstiegsmodul umfasst den Komplex “Akutes Abdomen”, als In-App-Kauf können weitere Module erworben werden.  Kostenpunkt 3,99€, Link zum App-Store hier. Die ersten 4 Interessenten, die mir eine Mail schreiben, bekommen einen Gratis-Code.

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Für Pädiater interessant sein dürfte die kostenfreie App “ZAK” (Zugelassene Arzneimittel für Kinder), laut Eingenbeschreibung ”enthält [sie] Arzneimittel, die für mindestens eine pädiatrische Altersgruppe vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen zugelassen sind und unterstützt die Auswahl einer altersgerechten Darreichungsform. …. ZAK® ist ein Projekt der gemeinnützigen HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel.” (hier direkt die Link zur iPhone/iPod Touch-App “Mobil auf ZAK” im App-Store)

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Für Reisemedizin finde ich die Website “Fit for Travel” stets sehr nützlich. Die angebotenen Informationen gibt es nun auch als kostenfreie App für iPhone/iPod Touch sowie für Android. Das Angebot kommt von GlaxoSmithKline, deren weitere Apps im Medizin-Bereich hier zu finden sind.

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Für Internisten und Neurologen interessant: Dabigatran ist ja seit kurzer Zeit in der Thrombembolie-Prophylaxe bei Vorhofflimmern zugelassen. Die kostenfreie App “Managing Dabigatran” für iPhone/iPod Touch gibt zahlreiche Infos über die korrekte Dosierung, Management bei Blutungen, wann absetzen etc. Link zum Appstore.

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Ich möchte nochmal auf die Website der Medizin-Bibliothek der Uni Münster verweisen, wo eine große Liste mit Medizin-Apps geführt wird, die zwar mühselig zu durchforsten ist, aber einen guten Überblick gibt. Alphabetische Listung oder Listung nach Fachgebiet.

 

Bis bald,

Wolfgang

 

1) Die Seite “PubMed” der amerikanischen National Library of Medicine ist wahrscheinlich jedem jüngerem Mediziner und so manchem älteren Mediziner ein Begriff. Die Standard-Webseite erscheint manchmal sehr unübersichtlich, und sicherlich nicht geeignet zur Ansicht auf einem kleinen Smartphone. Nun haben die Amerikaner eine mobile Version online gestellt, welche sich prima auch für Smartphones eignet, sei [...]

 

Hallo an alle PDA-Medicus-Freunde & -Interessierte! Nachdem ich es satt hatte, mit einem Palm TX, einem Handy und noch als 3. Gadget zu Hause mit einem iPod Touch zu hantieren, habe ich jetzt kurzerhand ein iPhone 4 angeschafft. Das Ding ist eher obere Preisliga, aber es ist doch ein deutlicher Mehrwert für mich. Den Such-Statistiken, [...]

 

Medizin-Software für iPhone/iPod Touch.