Dez 202016
 

Liebe Kolleginnen/Kollegen,

die Kollegen vom Börm Bruckmeier-Verlag machen Euch und mir ein Weihnachtsgeschenk: ab sofort gibt es die bekannte “Arzneimittel pocket 2017 App für die Nutzer bei gleichbleibender Aktualität kostenfrei zur Verfügung”, wie der Verlag mir in einer Email schreibt. Ich habe es für mich ausprobiert, und mir gefällt es sehr gut: Übersichtlich, gut verlinkt, viele weitere Module, die man runterladen kann wie z.B. Leitlinien, Pockets der Kardiologie oder Neurologie etc. Das ganze ist durch Werbung unterstützt, die aber dezent ausfällt. Schaut es Euch an, hier die Links:  AP 2017 im iTunes Store / AP 2017 im Google Play Store.

Damit frohe, gesegnete Weihnachten und alles Gute für 2017,

wünscht Wolfgang Offenberger aus Würzburg

Aug 252013
 

Zum Auftakt der Sommer-Edition ein paar Exkurse zum Thema wie man in der täglichen Arbeit noch besser werden kann – danach wie gewohnt ein paar App-Empfehlungen:

# Exzellenz in der Medizin

Scott Weingart von EMCRIT veröffentlichte diesen großartigen Vortrag The Path to Insanity, wo er darüber spricht, wie man als Arzt/Ärztin Exzellenz erzielt – ein sehr empfehlenswerter 30 Minuten englischsprachiger Vortrag am Ende des Artikels.

Er empfiehlt darin u.a. das Buch Schnelles Denken, langsames Denken” vom Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, das ich zur Zeit auch lese; die Frage was unser alltägliches Denken bestimmt und seine Fallstricke ist ja ein Thema, welches auch Mediziner konkret betrifft, wenn es zum Beispiel um diagnostisches Denken, Intuition vs. Wissen/Erfahrung oder auch Fehlentscheidungen etc. geht. Ein phantastisches Buch, das ganz sicher das eigene Denken positiv verändern wird.

In diese Richtung zielt auch ein lesenswerter Artikel aus diesem Jahr im New England Journal of Medicine, “From Mindless to Mindful Practice – Cognitive Bias and Clinical Decision Making” (Abonnement nötig!, z.B. über Uni-Login).

[Ähnlich großartig dieser Vortrag hier von Cliff Reid, einem britischen Emergency Physician, der auf Resus.me schreibt.]

# Apps

Medikamente

wow, heute mal zum Auftakt auch deutschsprachige Angebote:

+ Kennt Ihr Embryotox – Arzneimittelsicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit ? Eine super Website um eben hierfür Antworten zu bekommen, hat mir schon oft geholfen in der Arbeit. Die Infos gibt es nun auch als kostenfreie App für Android, für iOS ist sie noch in Arbeit.

+ NETDOSIS ist eine Seite, wo man “qualitätsgesicherte Behandlungsempfehlungen für die Medikation von Kindern” findet. Auch in einer mobilen Version erhältlich.

+ SafeDose ist ebenso eine Hilfe, um Dosis-Fehler bei Erwachsenen zu vermeiden. Bislang noch gratis. Für iOS & Android.

Vergiftungen

+ Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt kostenfrei eine App “Vergiftungsunfälle bei Kindern” heraus; sie will und kann nicht immer den Anruf bei einer Giftnotzentrale ersetzen, gibt aber stets sehr hilfreiche und wichtige Informationen, für Laien und für Mediziner. In einer Android-Version und einer iOS-Version erhältlich. Sehr schön & professionell erstellt.

+ Für Erwachsene sehr nützlich finde ich die Gratis-App für iOS “Emergency Toxicology“, leider englisch; sehr übersichtlich; hat mir als Notarzt auch schon gute Dienste geleistet – nochmal, im Zweifel muss die Vergiftungszentrale kontaktiert werden.

Radiologie

+ Im Deutschen Ärzteblatt fand sich unlängst ein ausführlicher Beitrag “Röntgen-Apps: Einsatz in der Grauzone“, dem ich jedem ans Herz legen darf, der sich dafür interessiert, Röntgen-Bilder, CTs, MRTs etc. auf mobilen Geräten anzusehen und zu interpretieren.

Weiterbildung

- “Die FoBi@PP ermöglicht es den Ärzten, alle wichtigen Informationen zu zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen im Smartphone abzurufen” – check it out (Beschreibung im Ärzteblatt)! Und hier die Link für iOS. Die Android-Version ist in Entwicklung.

- Die “Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL)” gibt es ab sofort auch in einer iOS-Version gratis; leider am Anfang erst 3 Stück.

Gebärdensprache

Die Gratis-App “iSignIT” hilft bei der Kommunikation zw. Gehörlosen und medizinischen Personal. hier Artikel im Ärzteblatt, hier die Link für iOS.

Sonstiges

- “Wie zuverlässig sind medizinische Apps von Smartphones” fragt und beantwortet ein Jurist auf der Jahrestagung 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin – eine wichtige Frage bei der Nutzung von Apps in der Medizin.

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Das war die Sommer-Edition, nicht viel, aber immerhin – wem die Seite gefällt, der darf sie gerne weiterempfehlen bei Facebook, Twitter, WhatsApp etc.  App-Empfehlungen können auch gerne in den Kommentaren gepostet werden.

Bis bald, schönen Sommer noch, Wolfgang Offenberger

 

Aug 302012
 

# nach langem Schweigen meinerseits mal wieder ein paar Zeilen aus dem beschaulichen Sommer, um meinen Blog nicht verkümmern zu lassen:

+ Beim Aufräumen stieß ich soeben auf einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 6. April 2012, Tablet-PC im Krankenhaus: Hygienische Aspekte beachten, der ein wichtiges Thema beschreibt: wie kann der Nutzer sein mobiles Endgerät hygienisch im Krankenhaus-Kontext nutzen, nicht zuletzt um nosokomialen Infektionen und ggf. juristischen Problemen vorzubeugen. Auch ein App für das iPad wurde hierfür von den Autoren aus der Medizinischen Hochschule Hannover entworfen, das kostenfrei ist und dem Nutzer bei der korrekten Reinigung hilft. Nur schade, dass es nicht für iPhone und andere mobile Geräte erhältlich ist.

+ Die gleichen Autoren beschreiben im Dt. Ärzteblatt vom 6. August 2012 [Mobile Anwendungen: Dienstliche Nutzung privater Geräte] rechtliche und IT-technische Aspekte bzgl. der Nutzung mobiler Endgeräte, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wichtig sind.

+ Ich hatte schon mal kurz von EverNote berichtet, einer Software, welche ich auf dem iPhone, PC und im WWW nutze und meine Memos synchronisiere. Es ist mittlerweile meine zentrales Archiv für medizinische Aspekte (Graphiken, PDF (z.B. CME-Artikel im Dt. Ärzteblatt), Word-Dokumente, ab-photographierte Bilder aus Fortbildungsartikeln …) und private Daten (Dienstplan, Programm von Veranstaltungen/Fortbildungen, Buchungsbestätigungen etc.). So habe ich das Wissen stets in Reichweite, ohne einen PC mitschleppen zu müssen oder die Kitteltasche mit einer unleserlichen Zettelsammlung zuzumüllen.

Im EverNote-Blog wurde kürzlich ein sehr lesenswerter Beitrag eines amerikanischen Arztes veröffentlicht, wo er beschreibt, wie ihm EverNote im klinischen und privaten Alltag hilft. Auch iMedicalApps.com hat eine ausführliche und bereichernde Beschreibung mit Tipps zu EverNote im Angebot.

Auch können Nutzer ihre “Notebooks” mit anderen EverNote-Nutzern teilen (“shared notebooks”), was zum Beispiel in Forschungsgruppen oder für Lerngemeinschaften interessant sein könnte. Hier ein paar Tipps zu diesem Thema aus dem EverNote-Blog.

Nein, ich werde nicht von EverNote gesponsert, ich bin einfach nur sehr überzeugt von der Software und profitiere täglich von ihr. Eine App, die für verschiedenste mobile Betriebssysteme erhältlich ist, also nicht nur iOS und Android, sondern auch Blackberry, Windows Phone 7 und sogar der Palm-Nachfolger webOS; an stationären Betriebssystemen werden Windows und Mac unterstützt sowie die gängigen Browser.

+ Für Nephrologen mit Affinität zu mobilen Geräten könnte die App der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) mit dem News-Kanal interessant sein. Gratis, für iOS-Geräte. Benötigt Doc-Check-Login. Ebenso ist iNephro Medikamentenplan ein gratis Programm für iOS, womit Patienten an die pünktliche Einnahme ihrer Medikation erinnert werden können.

# soviel für heute, schöne Sommerferien noch. wie immer freue ich mich über Tipps zu anderen Applikationen, insbesondere über das stetig anwachsende Arsenal an Android-Anwendungen; als iPhone-Nutzer kenne ich mich in diesem Bereich leider nicht aus.

< Wolfgang Offenberger >

 

1) Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat kürzlich eine App veröffentlicht “Interaktive Leitlinien für die Innere Medizin“, in Kooperation mit dem Springer-Verlag. Das ist eine sehr gute App, leider gibt es aktuell nur die Leitlinie “Venenthrombose”; ich hoffe, dass bald deutlich mehr Leitlinien verfügbar sein werden, um mit der App im klinischen Alltag [...]

 

Zunächst möchte ich heute eine sehr aufwendig und gründlich erstellte App für iPhone/iPod Touch vorstellen: den Anamneseguide. Die Entwickler haben ein App konzipiert, welches sich meines Erachtens vor allem für Medizin-Studenten und Ärzte (v.a. Innere Medizin und Chirurgie) in den ersten Weiterbildungsjahren richtet, das mit Hilfe der Anamnese und körperlichen Untersuchung sowie Laborwerten eine Verdachtsdiagnose [...]

 

1) Die Seite “PubMed” der amerikanischen National Library of Medicine ist wahrscheinlich jedem jüngerem Mediziner und so manchem älteren Mediziner ein Begriff. Die Standard-Webseite erscheint manchmal sehr unübersichtlich, und sicherlich nicht geeignet zur Ansicht auf einem kleinen Smartphone. Nun haben die Amerikaner eine mobile Version online gestellt, welche sich prima auch für Smartphones eignet, sei [...]

 

Hallo an alle PDA-Medicus-Freunde & -Interessierte! Nachdem ich es satt hatte, mit einem Palm TX, einem Handy und noch als 3. Gadget zu Hause mit einem iPod Touch zu hantieren, habe ich jetzt kurzerhand ein iPhone 4 angeschafft. Das Ding ist eher obere Preisliga, aber es ist doch ein deutlicher Mehrwert für mich. Den Such-Statistiken, [...]

 

Medizin-Software für iPhone/iPod Touch.